Theater
Bodo Wartke - Wunderpunkt
Feiner Sprachwitz, überraschende Reimkultur und virtuoses Klavierspiel – das Programm von Bodo Wartke bietet unterhaltsames Musikkabarett und wortakrobatischen Zungenbrecher-Slam
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Abera Kadabera! Feiner Sprachwitz, ĂĽberraschende Reimkultur und virtuoses Klavierspiel – das siebte Programm von Bodo Wartke bietet unterhaltsames Musikkabarett und wortakrobatischen Zungenbrecher-Slam. Der Entertainer und Poet setzt das Staunen gegen die Macht der Gewohnheit, stellt Humor den alten Mustern an die Seite. Leichtigkeit! – Warum nicht? Bodo Wartke bringt es auf den Wunderpunkt!Â
Karten fĂĽr diesen besonderen Abend gibt es im Villa Fuchs-TicketbĂĽro in der Merziger Stadthalle, in allen "Ticket Regional"-Vorverkaufsstellen und unter www.villa-fuchs.de. Weitere Informationen unter Tel.: 06861/93670.Â
Eine Veranstaltung des Kreiskulturzentrums Villa Fuchs und der Kreisstadt Merzig.  Im siebten Klavierkabarettprogramm empfiehlt sich der Musiker und Kabarettist als Geschichtenerzähler, der dem Alltag mit all seinen Ungereimtheiten die absurd komischen Begebenheiten ablauscht und sie im doppelten Wortsinn verdichtet. Bodo Wartke wirft auĂźergewöhnlich verspielt, sprach- und wortakrobatisch tänzelnd einen Blick auf die Phänomene unseres Miteinanders. Dabei schöpft er aus dem reichhaltigen Fundus der deutschen Sprache und hebt mit feinem GespĂĽr so manchen Wortschatz. Probleme mit dem Drucker entpuppen sich als identitäre Notlage des technischen Geräts, das im falschen Körper steckt. Das aus Kinderreimen bekannte „Eierloch“ löst beim schlaftrunkenen Musiker einen haarsträubend-abstrusen und zugleich philosophischen Bewusstseinsstrom aus. Und nicht zuletzt entwickelt der Kabarettist bekannte Zungenbrecher weiter zu Gedichten und kurzen anarchischen Geschichten, die er gerappt und mit Klavier oder Cajon in unterschiedlichen musikalischen Genres darbietet – Zungenbrecher-Slam voller Rhythm 'n' Poetry. Einmal mehr zeigt sich der BĂĽhnenkĂĽnstler dabei als pop- wie hochkulturell versierter Musik-Entertainer, der sich sprachlich und musikalisch durch unseren Alltag sampelt. Explizit in seiner augenzwinkernden Ode an das „Mixtape“ und die Liebeshits der Achtziger. Provokant-sarkastisch in der Parodie der Unsitte des „Mansplaining“, hier als Rock ’n’ Roll. Komödiantisch in seinem Ausflug in die Zwölftonmusik, die der Musiker als Ausdruck des demokratischen Gedankens feiert. Aber auch lyrisch in einer Klassik Adaption, in der der Pianist uns in zarter Ode an den Mond mit hinauf nimmt und im Blick zurĂĽck leise einen Perspektivwechsel anbietet. Und so mischen sich in all die Leichtigkeit immer auch ernste Töne. Nachdenklich blickt der Liedermacher auf frĂĽh erlernte, ungesunde Verhaltensmuster, die unser Leben bestimmen können. Kritisch beleuchtet er Frauenfeindlichkeit und die radikale Auslegung von Religionsdogmen. Doch auch der hoffnungsvolle Blick fehlt nicht: Wie könnte unsere Welt aussehen, wenn die vielen wunden Punkte der Menschheit ĂĽberwunden wären? Auf dem Weg dorthin wird es manche Versprecher und Stolperer geben. Bodo Wartke heiĂźt sie willkommen, denn sie gehören dazu, wenn wir bis zum Wunderpunkt gehen.Â
Eine Veranstaltung des Kreiskulturzentrums Villa Fuchs und der Kreisstadt Merzig.  Im siebten Klavierkabarettprogramm empfiehlt sich der Musiker und Kabarettist als Geschichtenerzähler, der dem Alltag mit all seinen Ungereimtheiten die absurd komischen Begebenheiten ablauscht und sie im doppelten Wortsinn verdichtet. Bodo Wartke wirft auĂźergewöhnlich verspielt, sprach- und wortakrobatisch tänzelnd einen Blick auf die Phänomene unseres Miteinanders. Dabei schöpft er aus dem reichhaltigen Fundus der deutschen Sprache und hebt mit feinem GespĂĽr so manchen Wortschatz. Probleme mit dem Drucker entpuppen sich als identitäre Notlage des technischen Geräts, das im falschen Körper steckt. Das aus Kinderreimen bekannte „Eierloch“ löst beim schlaftrunkenen Musiker einen haarsträubend-abstrusen und zugleich philosophischen Bewusstseinsstrom aus. Und nicht zuletzt entwickelt der Kabarettist bekannte Zungenbrecher weiter zu Gedichten und kurzen anarchischen Geschichten, die er gerappt und mit Klavier oder Cajon in unterschiedlichen musikalischen Genres darbietet – Zungenbrecher-Slam voller Rhythm 'n' Poetry. Einmal mehr zeigt sich der BĂĽhnenkĂĽnstler dabei als pop- wie hochkulturell versierter Musik-Entertainer, der sich sprachlich und musikalisch durch unseren Alltag sampelt. Explizit in seiner augenzwinkernden Ode an das „Mixtape“ und die Liebeshits der Achtziger. Provokant-sarkastisch in der Parodie der Unsitte des „Mansplaining“, hier als Rock ’n’ Roll. Komödiantisch in seinem Ausflug in die Zwölftonmusik, die der Musiker als Ausdruck des demokratischen Gedankens feiert. Aber auch lyrisch in einer Klassik Adaption, in der der Pianist uns in zarter Ode an den Mond mit hinauf nimmt und im Blick zurĂĽck leise einen Perspektivwechsel anbietet. Und so mischen sich in all die Leichtigkeit immer auch ernste Töne. Nachdenklich blickt der Liedermacher auf frĂĽh erlernte, ungesunde Verhaltensmuster, die unser Leben bestimmen können. Kritisch beleuchtet er Frauenfeindlichkeit und die radikale Auslegung von Religionsdogmen. Doch auch der hoffnungsvolle Blick fehlt nicht: Wie könnte unsere Welt aussehen, wenn die vielen wunden Punkte der Menschheit ĂĽberwunden wären? Auf dem Weg dorthin wird es manche Versprecher und Stolperer geben. Bodo Wartke heiĂźt sie willkommen, denn sie gehören dazu, wenn wir bis zum Wunderpunkt gehen.Â
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